Würzburger Studie zu „Blindleistung und Erneuerbare-Energien-Anlagen“ erschienen

von NEW 4.0 Gastautor, 
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Welcher Rechtsrahmen besteht für die Bereitstellung und Vergütung von Blindleistung? Diese aktuellen Fragen werden in der neu erschienenen 11. Würzburger Studie mit dem Titel „Blindleistung und Erneuerbare-Energien-Anlagen“ von Anna Halbig behandelt. Im Rahmen des SINTEG-Vorhabens Norddeutsche Energiewende 4.0 forscht die Stiftung Umweltenergierecht zu den rechtlichen Aspekten der Transformation des Energiesystems.

 

Die Bereitstellung und Vergütung von Blindleistung steht gegenwärtig vermehrt im Fokus energiewirtschaftlicher Diskussionen, nicht zuletzt, da sich durch die Marktintegration von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien neue Herausforderungen für den Blind-leistungshaushalt ergeben. Während meist technische und ökonomische Fragestellungen im Kontext von Blindleistung behandelt werden, beleuchtet diese Studie die Thematik aus einer rechtlichen Perspektive.

Blindleistung dient als Systemdienstleistung der stabilen Spannungshaltung und kann durch verschiedene Blindleistungsquellen bereitgestellt werden. In der Studie wird im ersten Teil aus rechtlicher Perspektive auf die verschiedenen Möglichkeiten der Blindleistungseinspeisung eingegangen sowie der aktuelle und zukünftige regulatorische Rahmen dargestellt. Zudem werden die verschiedenen Blindleistungsquellen in den Maßnahmenkatalog zur Systemverantwortung der Netzbetreiber (§§ 13 ff. EnWG) eingeordnet und rechtliche Vorgaben an eine Abrufreihenfolge der einzelnen Blindleistungsquellen diskutiert. In einem zweiten Teil werden mögliche Vergütungsansprüche untersucht, die sich gegebenenfalls aus vertraglichen oder gesetzlichen Anspruchsgrundlagen ergeben können.

Die Studie steht kostenfrei zum Download unter diesem Link zur Verfügung.

Über die Autorin

Profilbild zu: Anna Halbig

Ass. iur. Anna Halbig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Umweltenergierecht im Forschungsgebiet "Recht der erneuerbaren Energien und Energiewirtschaft". Sie arbeitet schwerpunktmäßig im Projekt "Norddeutsche Energiewende 4.0 (NEW 4.0)". Derzeit promoviert Anna Halbig zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Regelenergie.

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