Verkehrswende mit Flüssiggas oder Wasserstoff?

von NEW 4.0 Gastautor, 
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Logistik- und Erneuerbaren-Branche diskutieren über zukunftsfähigen Schwerlastverkehr

Mit der Befreiung von der Mautgebühr und einem Investitionszuschuss von 8.000 bis 40.000 Euro für Lastkraftwagen (Lkw) von über 7,5 Tonnen fördert das Bundesverkehrsministerium alternative Antriebe im Güterverkehr. Darunter fallen Gas (CNG), Flüssiggas (LNG), Batterie- oder Brennstoffzellen-elektrische Antriebe mit Wasserstoff als Energieträger.

Welche dieser Antriebstechnologien bietet die größten Vorteile hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, regionaler Wertschöpfung und Klimaschutz? Um diese Fragen zu beantworten und die zu vernetzen, hatte die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) 80 Teilnehmer der Logistik- und der Erneuerbare-Energien-Branche zur EE-Werkstatt „LNG oder Wasserstoff - Handlungsoptionen für die Logistik-Branche“ ins Gründerzentrum LOG-IN der Wirtschaftsagentur Neumünster eingeladen. Veranstaltungspartner und Sponsoren waren die Logistik-Initiative Schleswig-Holstein, der Unternehmensverband Logistik Schleswig -Holstein e.V., MBA Neumünster GmbH, Herbert Voigt GmbH & Co. KG und der Unternehmensverband Mittelholstein e. V.

„Ich glaube, dass beide Energieträger sich gut ergänzen“, sagte Kurt-Christoph von Knobelsdorff vom schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium zur Frage „LNG oder Wasserstoff“. Schleswig-Holstein mit seiner hohen Windenergie-Produktion, die zur Herstell ung von Wasserstoff genutzt werden könne, und dem geplanten LNG-Terminal in Brunsbüttel biete gute Voraussetzung für die Nutzung beider Technologien. LNG kommt zwar aus fossilen Quellen, hat jedoch geringere Schadstoffemissionen als Diesel und kann mit synthetischem Gas aus regenerativen Quellen gemischt werden. LNG-Trucks sind bereits am Markt erhältlich, während sich Lkw mit Brennstoffzellen-elektrischem Antrieb noch im Demonstrationsstadium befinden. Noch in diesem Jahr sollen 1000 Stück an eine Schweizer Supermarktkette geli efert werden. Für LNG und Wasserstoff fehlt noch die flächendeckende Tankstellen-Infrastruktur. Firmenkonsortien versprechen den Aufbau von Tankstellen, wenn sich ein Unternehmen zur Anschaffung einer bestimmten Menge von Fahrzeugen mit den entsprechenden Antrieben verpflichtet.

Weitere Informationen unter www.ee-sh.de.

Über Sina Clorius

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Seit 2012 arbeite ich in der Öffentlichkeitsarbeit für Erneuerbare-Energie-Projekte der Wirtschaftsförderung Nordfriesland. Zunächst lag der Fokus auf Windenergie, doch bald wurde klar, dass die Energiewende nur durch flexible und intelligente Verknüpfung der unterschiedlichen Energieerzeuger mit Verbrauchern gelingen kann. Aus dem Projekt Windcomm wurde deshalb EE.SH.

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