Mut zu Innovationen, Mut zum Klimaschutz

von NEW 4.0 Gastautor, 
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NEW 4.0-Verbundkoordinator nimmt Stellung zu Beschlüssen des Klimakabinetts – Energiewende-Modell macht Station bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit

Pressemitteilung – Mut verbindet: Unter diesem Motto stehen die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die am 2. und 3. Oktober in Kiel stattfinden werden. Ein Motto, das auch auf das Großprojekt NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende passt: Es ist der Mut, neue Wege zu gehen und innovative Ansätze für eine zukunftsfähige Energieversorgung zu erproben, der die 60 Projektpartner aus Hamburg und Schleswig-Holstein verbindet. In diesen Monaten ist das ein wichtiges Zeichen.

NEW 4.0 -Roadshow. Foto: EEHH

„Was die Energiewende jetzt braucht, ist Mut zu Innovationen, Mut zu mehr Klimaschutz“, betont Prof. Dr. Werner Beba, NEW 4.0-Projektkoordinator und Leiter des Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Innovationen und Klimaschutz gehen im Verbundprojekt NEW 4.0 Hand in Hand: Die 60 Projektpartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik entwickeln zukunftsweisende Lösungen für ein stabiles Energiesystem, das trotz volatiler Energiequellen wie Windkraft die Versorgungssicherheit zu jedem Zeitpunkt gewährleisten kann. Dazu müssen Erzeugung und Verbrauch optimal in Einklang gebracht werden.

Wie das gelingen kann, erklärt NEW 4.0 beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit: Das Projekt präsentiert sich am 2. und 3. Oktober jeweils ab 12 Uhr im Schleswig-Holsteinischen Länderzelt vor dem Kieler Landtag. Im Fokus steht dabei das digitale NEW 4.0-Exponat, das seit anderthalb Jahren auf Tour durch den Norden ist. Es zeigt die norddeutsche NEW 4.0-Modellregion in einer imposanten Größe von fast 4×2 Metern. Besucher können über vier Augmented-Reality-Bildschirme spielerisch erkunden, vor welchen Herausforderungen die Energieversorgung von morgen steht und wie sie zu bewältigen sind.

Neben innovativen Speicherlösungen und der Flexibilisierung des Verbrauchs in Industrie und Privathaushalten kommt dabei der Sektorenkopplung eine wichtige Rolle zu: Durch Anlagen, die regenerativen Überschussstrom aufnehmen und in andere Energieformen wie Wärme oder Gase wie Wasserstoff umwandeln, kann das Stromnetz entlastet und Grünstrom zugleich für die Dekarbonisierung aller Verbrauchssektoren verfügbar gemacht werden.

So sind in den letzten Projektmonaten unter anderem eine Power-to-Steam-Anlage von NEW 4.0-Projektpartner Aurubis und ein Elektrolyseur nebst Wasserstofftankstelle im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel von Wind to Gas Energy in Betrieb genommen worden. Damit solche Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können, besteht allerdings dringender Handlungsbedarf.

Bestehende regulatorische Hemmnisse und Benachteiligungen des Einsatzes innovativer und erneuerbarer Technologien – Strom ist gegenüber fossilen Energieträgern wie Öl, Gas, und Kohle durch Steuern und Abgaben erheblich verteuert – müssen beseitigt und gleichzeitig Anreize für CO2-mindernde Technologien geschaffen werden.

Prof. Dr. Werner Beba, NEW 4.0-Projektkoordinator

Es fehlten außerdem Signale und Impulse für den Ausbau erneuerbarer Energien, obgleich die Erzeugungskapazitäten bis 2035 um den Faktor 3 gesteigert werden müssten, wenn Strom aus regenerativen Energien zukünftig dabei helfen soll, alle Verbrauchssektoren schrittweise zu dekarbonisieren – auch die Industrie, den Wärme- und den Verkehrssektor.

„Mit den Beschlüssen des von der Bundesregierung eingesetzten Klimakabinetts ist ein erster, wenn auch kleiner Schritt für wirksamen Klimaschutz gegangen worden, dieser war lange überfällig. Leider bleibt das Maßnahmenpaket deutlich hinter den Erwartungen zurück, um den Weg in eine CO2-freie Zukunft in allen Bereichen zu ebnen“, betont Prof. Dr. Werner Beba. „Wir sind allerdings zuversichtlich, dass die Politik in den kommenden Monaten den Mut haben wird, wichtigen Innovationen für die Energiewende den Weg zu bereiten und damit den Klimaschutz noch entschlossener voranzutreiben.“

Pressekontakt

Sandra Annika Meyer
Tel. 040.428 75-9208
sandraannika.meyer@haw-hamburg.de

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