Energiewende zum Anfassen

von NEW 4.0 Gastautor, 
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NEW 4.0-Roadshow macht Station im Kieler Gewerkschaftshaus

Welche Rolle spielt der Norden Deutschlands für die Energiewende? Vor welchen Heraus­forderungen stehen wir und wie können wir sie lösen? Und wie sieht die Energieversorgung von morgen aus? Diese Fragen beantwortet das Verbundprojekt NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende mit einer Roadshow im Norden.

Anlässlich der Debatte zum Klimaschutz macht die NEW 4.0-Roadshow nun auch im Kieler Gewerkschaftshaus Station:

Am 10. Okt. 2019, um 17:00 Uhr wird die Roadshow im Emma-Sorgenfrei-Foyer eröffnet

Auf die Besucher_innen, die recht herzlich zur Eröffnung eingeladen sind, wartet ein digitales Exponat, das den Norden als Modell in einer imposanten Größe von ca. 4x2 Metern zeigt – Lübecker Holstentor, Kieler Werft und Elbphiharmonie sorgen für den Wiedererkennungseffekt. Das Besondere: Über schwenkbare Bildschirme mit Augmented-Reality-Technologie können Menschen das Modell erkunden, um mehr über die Energiewende im Norden zu erfahren.

Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region: "Atomkraftwerke werden zurückgebaut. Der Ausstieg aus der Kohle folgt. Die erneuerbaren Energien sollen den Klimaschutz vorantreiben. Zugleich bremsen die staatlichen Rahmenbedingungen, die Defizite in der Landesplanung und die Genehmigungsverfahren die Beschäftigten in der Windbranche aus. So wurden nur 24 Anlagen in 2018 in Schleswig-Holstein gegenüber mehr als 400 in 2014 gebaut. So stellt u. a. die IG Metall durch eine Befragung aller Betriebsräte fest: „Wenn das so weiter geht, sind wir vor dem Kohleausstieg schon viel früher aus der Windkraft ausgestiegen."

Damit die Windkraft zum Gelingen der Energiewende beitragen kann, muss die Politik den Kurs ändern: Die Gewerkschaften fordern transparente und verlässliche Rahmenbedingungen; eine deutliche Anhebung der Ausbauziele, Innovationen und Markteinführungen für die Windkraft, Speicher und Netze; die Einführung eines Transformationskurzarbeitergeldes inkl. dem Recht auf Qualifizierung.“

Für die Gewerkschaften in ihrem Bund, dem DGB, ist wichtig: Dass das energiepolitische Dreieck aus zuverlässigen, bezahlbaren sowie umweltschonenden Energieversorgung zu einem Viereck weiterentwickelt wird. Die Chancen und Risiken für die Beschäftigten müssen fair zu den anderen richtigen Zielen mit einbezogen werden. Arbeitnehmer_innen, die von notwendigen und doch nicht von ihnen verschuldeten Strukturwandel betroffen sind, dürfen nicht die Last der Anpassung alleine tragen - Stichwort: Transformationskurzarbeitergeldes inkl. dem Recht auf Qualifizierung. Sozialer Ausgleich und qualitativ gleichwertige Beschäftigungsalternativen zu entwickeln muss Aufgabe von Politik und Unternehmen sein. Gleichzeitig gilt es die neuen Beschäftigungsverhältnisse mit Guter Arbeit zu verbinden: Die Errungenschaften der Arbeits- und Einkommensbedingungen müssen zu einer Selbstverständlichkeit werden. Die Kriterien Guter Arbeit müssen Bestandteil der Wirtschaftsförderung sein.

An den Stationen des Ausstellungsmodells erfahren die Besucher, weshalb die Energiewende dringend notwendig ist, aber auch, wie der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen kann, welche Auswirkungen er auf unsere Stromnetze hat, welche Rolle Speicher spielen – und vor allem, wie sich unser Stromverbrauch mithilfe digitaler Technologien besser an die Erzeugung anpassen lässt.

Prof. Dr. Werner Beba, Projektkoordinator von NEW 4.0.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Okt. 2019 kostenfrei im Foyer Emma Sorgenfrei im Kieler Gewerkschaftshaus zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 19:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr.

Kontakt

Frank Hornschu, DGB Kiel Region

Tel.: 0431/5195-123

 

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