Wissen über die Energiewende erhöhen

von Hanna Naoumis, 
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Interview mit Sandra Meyer, Teilprojekt Akzeptanzförderung

Die Akzeptanzförderung in NEW 4.0 bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Projekt und der Öffentlichkeit. Sie zielt darauf ab, die Projektziele und -ergebnisse des Gesamtprojekts, aber auch einzelne Umsetzungsschritte, technologische Innovationen und Leuchtturmprojekte sowohl an die breite Bevölkerung als auch an eine Fachöffentlichkeit zu kommunizieren. Sandra Annika Meyer vom Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der HAW Hamburg gibt Auskunft darüber, wie das NEW 4.0-Teilprojekt vorankommt.

Roadshow-Exponat. Foto: NEW 4.0

Nach zwei Jahren Projektlaufzeit ist bei NEW 4.0 gerade Halbzeit. Wo steht die Akzeptanzförderung nach diesen zwei Jahren?

Mit dem Teilprojekt Akzeptanzförderung hat das CC4E seit Projektstart die Aufgabe, die gesellschaftliche Akzeptanz für die Entwicklung eines neuen Energiesystems zu steigern – und zwar durch größtmögliche Transparenz und umfassende Aufklärung der norddeutschen Bevölkerung über das Projektvorhaben.

Dazu betreiben wir in engem Austausch mit den NEW 4.0-Partnern eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, die zu einer sehr breiten Medienresonanz geführt hat: Über 500 Medienberichte sind inzwischen zu NEW 4.0 erschienen, außerdem 20 Fernsehberichte. Auch eine Plakatkampagne haben wir durchgeführt und eine Roadshow ins Leben gerufen. Das zahlt sich aus: Die Ergebnisse der projektbegleitenden Akzeptanzforschung zeigen, dass sich die Bekanntheit des Projekts in der Bevölkerung in den ersten zwei Befragungswellen von 4 Prozent auf 18 Prozent gesteigert hat. Für ein technologisch so anspruchsvolles Projekt wie unseres ist das eine sehr gute Basis – aber natürlich ist da noch Luft nach oben für die nächsten zwei Jahre.

Seit einem guten halben Jahr ist jetzt auch die NEW 4.0-Roadshow auf Tour durch den Norden. Wie sind die ersten Erfahrungen?

Die Idee der Roadshow ist es, NEW 4.0 und seine Ziele weit in die Region hineinzutragen und bei möglichst vielen Bevölkerungsschichten bekannt zu machen, aber auch das Wissen über die Energiewende, ihre Herausforderungen und deren Lösungsansätze zu erhöhen.

Wir sind mit der NEW 4.0-Roadshow Ende Mai in der Hamburger Handelskammer gestartet und haben seitdem bereits an 15 verschiedenen Orten Station gemacht. Zum Beispiel waren wir im Kieler Landtag, auf der Hamburger Wind Energy als internationaler Leitmesse für Windenergie, aber auch auf ganz bürgernahen Veranstaltungen wie der Digitalen Woche in Kiel oder beim Tag des offenen Windparks in Curslack. Auch erste Projektpartner haben unser Modell bei sich ausgestellt – von den Stadtwerken Norderstedt über Stromnetz Hamburg und Vattenfall bis zur IHK Flensburg.

Unsere Erfahrungen sind sehr positiv: Das NEW 4.0-Modell weckt schnell Interesse und durch die Augmented-Reality-Bildschirme können sich die Besucherinnen und Besucher die Inhalte eigenständig erschließen. Aber wir stehen immer auch für Rückfragen bereit und haben auf unserer Tour schon sehr viele gute Gespräche geführt. Die Tour-Idee scheint sich also zu bewähren.

Und wie geht es in den kommenden Monaten weiter in Sachen Akzeptanzförderung?

Wir setzen auch weiter auf die Roadshow in sind gerade dabei, die Routenplanung für das kommende Jahr zu konkretisieren. Aber auch in Sachen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit intensiveren wir unsere Arbeit. Die nächsten Monate werden aus NEW 4.0-Sicht nämlich ganz besonders spannend: In 2019 geht das Projekt in eine intensive Umsetzungs- und Erprobungsphase, weil immer mehr Demonstratoren in Betrieb genommen werden, die wichtige Bausteine für das Energiesystem der Zukunft liefern. Wir erwarten also eine ganze Menge Zwischenergebnisse aus den verschiedenen Teilprojekten – und das wird sich auch in der Außenkommunikation niederschlagen.

Hier sind natürlich auch unsere Partner gefragt, die ihre Erfolge unbedingt nach außen kommunizieren sollten, um die norddeutsche Bevölkerung daran teilhaben zu lassen und die NEW 4.0 in der öffentlichen Wahrnehmung mit ganz konkreten Inhalten zu füllen. So ein spannendes Projekt wie unseres verdient es schließlich, dass viel darüber gesprochen wird.

 Weitere Informationen zur Roadshow gibt es hier: www.new4-0.de/roadshow

 

Über die Interviewte:

Sandra Annika Meyer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am CC4E der HAW Hamburg und zuständig für das NEW 4.0-Teilprojekt „Akzeptanzförderung“. Im Fokus steht hier die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt – und die Planung einer NEW 4.0-Roadshow, die der norddeutschen Bevölkerung den Weg zum Energiesystem der Zukunft verständlich und unterhaltsam näherbringen soll.

Über die Autorin

Profilbild zu: Hanna Naoumis

Seit Anfang 2017 arbeite ich als B2B-Marketing Managerin von NEW 4.0 im Cluster EEHH. Ob auf dieser Webseite, bei Twitter, via Xing, auf Fachveranstaltungen und Messen - jeden Tag kann ich über das reden und schreiben, was mich am meisten interessiert: Die Entwicklung von innovativen Lösungen zum Voranbringen der Energiewende, des Klimaschutzes und damit einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft.

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