Editorial

von Jan Rispens, 
Kommentare: 0

Voraussetzung, dass Sektorenkopplung für Mobilitätslösungen, Wärmeversorgung oder Industriekunden ökologisch sinnvoll umgesetzt werden können, ist genügend grüner Strom. Genau an dieser Stelle hakt es in Deutschland aktuell gewaltig, da der Ausbau der Windenergie massiv eingebrochen ist.

Bund, Länder und Kommunen haben verschiedene Hebel, aber sie müssen diese nutzen um den Windenergieausbau gemeinsam als wichtigsten „Lieferant“ für Erneuerbare Energien wieder in Schwung zu bringen. Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung hat für den Windenergieausbau leider eher weitere Hürden in Aussicht gestellt– z.B. mit den geplanten starren Abstandsregelungen für Windparks.

Im Projekt NEW 4.0 wird trotzdem sichtbar, dass viele Projekte fertig gestellt werden, in Betrieb gehen und erste Betriebe Erfahrungen sammeln. Wir befinden uns mit NEW 4.0 auf der Zielgerade und demonstrieren, wie eine fluktuierende Energieerzeugung durch eine Flexibilisierung der Energieabnahme die Situation in den Stromnetzen entlasten, stabilisieren und dabei teilweise fossile durch erneuerbare Energie ersetzten kann.   

Mehr Maßnahmen für die Sektorenkopplung im Klimaschutzpaket der Bundesregierung wären sehr hilfreich gewesen, um folgend auf dem NEW 4.0-Projekt weitere Großprojekte mit besserer Wirtschaftlichkeit durchzuführen. Hier sind manche Hoffnungen nicht erfüllt worden. Die Diskussion um die Sektorenkopplung wird dennoch Jahre weitergehen und regulatorische Hürden dann abgebaut werden.

Über den Autor

Profilbild zu: Jan Rispens

Seit Gründung in 2011 ist Jan Rispens, als gelernter Elektrotechnik-Ingenieur, Geschäftsführer der EEHH Clusteragentur und seit 20 Jahren aktiv im Bereich nachhaltige Energieversorgung und Klimaschutz.

Fügen Sie als erster einen Kommentar hinzu

* Hierbei handelt es sich um Pflichtfelder.