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Weiterentwicklung des Erneuerbaren Kraftwerks (EEKW)

Eckdaten

Name des Projekts
Weiterentwicklung des Erneuerbaren Kraftwerks (EEKW)
Projektkategorie
Erzeugung und Systemdienstleistung
Ausführender Partner
Beteiligte Partner
Förderzeitraum
01.12.2016 – 20.11.2020
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi.IIIC4)
Standort
Breklum

Kontaktdaten

Dr. Martin Grundmann
Tel.: +49 (0)4671 9438920
info@arge-netz.de

ARGE Netz GmbH & Co. KG
Husumer Straße 61
25821 Breklum

Projektziele

Das Teilvorhaben zielt darauf ab, durch die Verknüpfung von fluktuierenden erneuerbaren Energien, flexiblen Anlagen, Verbrauchern, den Märkten und dem Netz einen Beitrag für die Versorgungssicherheit auf Basis von erneuerbaren Energien zu leisten. Im Fokus steht eine digitalisierte, sichere und intelligente Kommunikationsstruktur unter diesen Akteuren, über die relevante Informationen zum Systemzustand ausgetauscht werden. Zentrale Plattform ist dabei das Erneuerbare Kraftwerk (EEKW), mit dem erneuerbare Energien und Flexibilitäten in die Lage versetzt werden sollen, an sämtlichen (insb. neuen Flexibilitäts-) Märkten teilzunehmen und wichtige Systemdienstleistungen zu erbringen.

NEW 4.0 ist die Blaupause, wie ein Industrieland auf der Basis von erneuerbaren Energien und digitalisierten Prozessen zuverlässig versorgt werden kann.

Dr. Martin Grundmann

Im Fokus

  • Verbesserung des Netzbetriebs durch Bereitstellung von Echtzeitdaten fluktuierender Erzeugungsanlagen
  • Entlastung der Stromnetze durch Sektorkopplung
  • Senkung konventioneller Mindesterzeugung durch Erbringung von Systemdienstleistungen und Teilnahme an Flexibilitätsmärkten
  • Integration fluktuierender erneuerbarer Energien in neue, auch regionale Märkte und damit Erhöhung der regionalen Selbstverwertungsquote
  • Steigender EE-Anteil in Industrie durch Einbindung flexibler Lasten
  • Versorgungssicherheit auf Basis von erneuerbaren Energien
Projekthintergrund

Nach derzeitigem Stand der Technik werden erneuerbare fluktuierende Erzeugungsanlagen weitestgehend unabhängig vom momentanen Verbrauch betrieben. Auch Verbraucher passen ihren Strombezug kaum der aktuellen Erzeugungs- und damit Marktsituation an. Für ein stabiles Energieversorgungssystem mit stets steigendem Anteil erneuerbarer Energien sind die Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch sowie die Übernahme systemrelevanter Dienstleistungen durch die erneuerbaren Energien zwingend erforderlich. Die Weiterentwicklung des EEKW folgt diesem Ansatz, indem sie eine direkte Schnittstelle zum Netz, zum Markt und zu flexiblen Verbrauchern schafft. Die Schnittstelle zum Netz spielt für die Bereitstellung von Echtzeitdaten aus den Erzeugungsanlagen eine wichtige Rolle, da so Netzbetrieb und -bewirtschaftung gesamtwirtschaftlich effizienter realisiert werden können. Die Schnittstelle zum Markt bereitet den Weg hin zur Echtzeit-Energiewirtschaft.

Projektschritte

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IWES wird das EEKW mit neuen Schnittstellen ausgerüstet, die es ermöglichen, jegliche flexible Anlagen aufzuschalten und über das Kraftwerk zu regeln. Zudem werden Schnittstellen entwickelt, die einen Austausch von Echtzeitdaten aus den Erzeugungsanlagen und aus dem Netz ermöglichen sollen. In Use-Cases wird die Erbringung von neuen, wichtigen Systemdienstleistungen demonstriert.

Erwartete Ergebnisse

Das EEKW ist ein unverzichtbarer Akteur im zukünftigen Energiesystem. Die Use-Cases demonstrieren, dass mit dem Austausch von Echtzeitdaten zu Erzeugung, Verbrauch und Netzzustand die Effizienz des Gesamtsystems gesteigert werden kann und erneuerbare Energien sowie Speicher und weitere Sektorkopplungstechnologien (power to x) wichtige Systemdienstleistungen erbringen und somit konventionelle Kraftwerke ersetzen können.

Aktueller Stand

Neben der Weiterentwicklung des EEKW werden Prognosemodelle und technische Schnittstellen zu den Netzbetreibern erstellt. So können mit dem Erneuerbaren Kraftwerk Echtzeitdaten bereitgestellt werden. Die Schnittstellen dienen dazu, die derzeit situativen/reaktiven Netzschaltungen prognostizierbar zu machen und zu optimieren.

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