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EE-Netzimpedanzmessung im Verteilnetz

Eckdaten

Name des Projekts
EE-Netzimpedanzmessung im Verteilnetz
Projektkategorie
Netze
Förderzeitraum
01.12.2016 – 20.11.2020
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi.IIIC4)
Standort
Hamburg
Technische Inbetriebnahme der Anlage
2017-2019

Kontaktdaten

Prof. Dr.-Ing. Detlef Schulz
Tel.: +49 (0)40 6541-2757
detlef.schulz@hsu-hh.de

Helmut Schmidt Universität
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg

Projektziele

Das übergeordnete Ziel des Fördervorhabens NEW 4.0 ist die 100%-Versorgung der Verbraucher in den Regionen Schleswig-Holstein und Hamburg mit Erneuerbarer Energie. Einen wichtigen Teil zur Erreichung des Zieles möchte die Helmut-Schmidt-Universität mit Hilfe von Netzimpedanzmessungen auf der 10-kV- und 110-kV-Ebene beitragen und den Einfluss von EE-Einspeisung, Verbrauchersteuerung und unterschiedlicher Netzkonstellationen auf die Netzimpedanz untersuchen.

Bei den Netzanschlüssen der Netzimpedanzmesscontainer müssen eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Randbedingungen geklärt werden. Bei den beiden Messcontainern liegen die technischen Herausforderungen in der sicheren Behandlung der hohen Spannungen und den hohen gepulsten Leistungen.

Helmut Schmidt-Universität

Im Fokus

  • Netzimpedanzmesscontainer
  • Zeit- und frequenzabhängige Netzimpedanzmessung
  • Netzanschlusskapazität
  • Netzrückwirkungen
  • Oberschwingungen
Projekthintergrund

Die Netzimpedanz stellt die Gesamtheit aller angeschlossenen Betriebsmittel, Verbraucher und Erzeuger dar, dementsprechend ist durch den Zubau des EE-Anteils und den Anstieg des Verbrauchs auch eine signifikante Änderung der frequenzabhängigen Netzimpedanz zu erwarten. Mit Hilfe der Kenntnis über die Netzimpedanz kann eine Bewertung der Anschlusskapazität von Netzen vorgenommen werden für eine vorausschauende Netzplanung.

Projektschritte

In dem bevorstehenden Projekt sollen die von der HSU entwickelten Netzimpedanzmesscontainer an geeigneten Netzknoten getestet und deren Ergebnisse validiert werden. Es sollen vier Messkampagnen auf der Mittelspannungsebene und eine Messkampagne auf der Hochspannungsebene durchgeführt werden.

Die Auswahl der geeigneten Messknoten wird in enger Abstimmung mit dem örtlichen Verteilnetzbetreiber Stromnetz Hamburg GmbH getroffen.

Erwartete Ergebnisse

Das Projektziel der HSU besteht darin, die Netzimpedanzmesscontainer auf der MS- und HS-Ebene erfolgreich im Dauerbetrieb zu testen und die Messergebnisse mit Simulationsergebnissen und durch geeignete Umschaltungen der Netzzustände zu validieren. Die während des Betriebs der Messcontainer gesammelten Erfahrungen sollen als Blaupause dienen für anschließende Maßnahmen zur Optimierung des Bauvolumens und der Kosten der Messcontainer.

Aktueller Stand

Der Anschluss des Netzimpedanzmesscontainers für die 110 kV Hochspannungsebene wird im Hauptverteilknoten Hamburg Jenfeld erfolgen. Aktuell werden das Fundament zur Aufstellung des Messcontainers sowie die Anschlüsse von Primär- und sekundärtechnik etc. geplant. Der Netzimpedanzmesscontainer für die Mittelspannungsebene ist aktuell noch im Rahmen des Forschungsprojekts „Netzharmonie“ im Einsatz. Hier wurden umfangreiche Erfahrungen gesammelt und der Messcontainer in der Praxis erprobt.

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